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5 years Thailandfreunde e.V.

2009

Spendenübergabe Blindenschule

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Am Mittwoch, 7. Januar 2009 war eine Delegation bestehend aus dem Sektionsvorsitzender der Thailandfreunde Thailand Khun Wuttipong, und den 3 deutschen Stellvertretern Maria Reussner, Joachim Erkes und Dirk Weeber-Arayatumsopon zur Blindenschule Chiang Mai aufgebrochen, um eine Spende in Höhe von rund 630 Euro (30.000 thailändischen Baht) an die Direktion zu übergeben.
Während einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, erläuterte Khun Wuttipong den Journalisten von TV, Rundfunk und Printmedien, die Strukturen der Thailandfreunde in Deutschland und Thailand, sowie ein wenig über die Geschichte der Organisation.
Viele Journalisten waren gekommen. Das nennt man auch Zeichen setzen, denn behinderten Kindern und Jugendlichen, kommt in Thailand ein Status zu, den man mit verstecken oder einsperren gleichsetzen kann, meist völlig gegen jedwede Menschenrechte.
Die Blindenschule Chiang Mai ist eine von 2 Einrichtungen in ganz Thailand. Rund 300 Kinder und Jugendliche leben in dieser Einrichtung, die von Königin Sirikit selbst pro Tag und Kind mit etwa 30 Baht gefördert wird.
Natürlich reicht ein solcher Betrag kaum aus, den Lebensunterhalt oder Betriebskosten zu decken. Aber durch Spender wie die Menschenrechtsorganisation Thailandfreunde e.V., die sich nicht nur das Übergeben von Geld vorgenommen hat, sondern auch gezielte PR Maßnahmen, um auf das Schicksal der Kinder aufmerksam zu machen, kann die Schule einigermassen überleben. Aber es ist noch so viel zu tuen, die Thailandfreunde notieren viel bei ihrem Besuch und dokumentieren selbst alles per Foto und Film.
Dirk Weeber-Arayatumsopon, Vorstandsvorsitzender der deutschen Thailandfreunde e.V. und von Beruf Diplom Podologe, hat viele Kinderschuhe und Kinderkleider in allen Grössen für die bedürftigen Kinder gesammelt und mittels seiner Logistikleute in Deutschland das Equipment von Deutschland nach Thailand verbracht.
Zwischen 4 und 30 Jahren alt sind die Kinder in der Blindenschule in Chiang Mai, die nun rund 60 Paar wirklich neue Schuhe bekommen und einiges an guter gebrauchter Kleidung. Diese besondere Schule deckt den gesamten Norden Thailands ab.
Eine weitere Einrichtung gibt es in Bangkok für Zentralthailand, im Süden fehlt eine Einrichtung dieser Art zur Gänze.
In behindertengerechten Fragen, Ausbildung und Weiterbildung steckt Thailand einfach noch regelrecht in Kinderschuhen.

Im Laufe des Jahres wird ein AIS Callcenter eingerichtet, welches ausschliesslich mit blinden Menschen arbeiten soll. Die Trainingseinrichtung, die heute schon für SMS Versand genutzt wird, wird von den Vorstandsmitgliedern der Menschenrechtsorganisation interessiert begutachtet. Sie ist in der Schule integriert.
Alle dort arbeitenden Menschen, werden in den Blindenschulen Chiang Mai und Bangkok trainiert und ausgebildet, wie Khun Songkran, der blinde Callcenter Manager erklärt. Diese Maßnahmen finden die Thailandfreunde großartig und versprechen mitzuhelfen, weiter für die Einrichtung Equipment zu organisieren. Digitaltechnik wäre ein wichtiger Schritt. Aber auch weitere Güter zur Ausbildung der Kinder.
Die Kinder werden in Musik und Gesang, Massage und Technologie ausgebildet. Aber auch Fremdsprachen werden erlernt, vor allem Englisch.

Als die Gruppe erfährt, dass zwei Kinder Fußerkrankungen haben, zögert Dirk Weeber-Arayatumsopon nicht lange. Geht zu seinem Fahrzeug und holt seinen Erste Hilfe Koffer, der stets gepackt im Auto lagert. Mit wenigen Handgriffen sind die eingewachsenen Fußnägel, die den behinderten Kindern zu schaffen machen, nicht mehr schmerzhaft. Die Betreuer applaudieren und die Kinder lachen, als der Podologe sie nach einer kühlen weiteren Desinfektion der Haut kitzelt.

Nach vier Stunden und einem gemeinsamen Mittagessen ist der Besuch in der Blindenschule beendet. 30.000 Baht und das Equipment sind ein Tropfen auf den heissen Stein. Aber getreu dem Motto: Kommt Zeit kommt Rat verspricht Khun Wuttipong bald wieder mit Spenden und einem Team in die Einrichtung kommen zu wollen. (DWA)

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